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Essen Veganer Honig?
Jun15

Essen Veganer Honig?

Die Bienchen und Blümchen

VeganerInnen nehmen keine tierischen Produkte zu sich!

bieneAber Honig? Wieso ist Honig nicht vegan? Honig ist doch ein Naturprodukt? Wir brauchen doch die Bienen? Oft stehen Menschen vor unserem Verkaufstand mit einem großen Fragezeichen im Gesicht. Auch gibt es immer noch viele VeganerInnen, die bis auf den Honig komplett vegan leben. Wieso ist das so?

Sie erklären uns, dass sie Honig ja gar nicht so schlimm finden. Sie haben das Bild des "freundlichen Imkers um die Ecke" im Kopf, der ja zur Bienenerhaltung beiträgt und da sei es doch ok, wenn er den Bienen etwas Honig wegnimmt.

Leider fängt hier das generelle Problem an, nämlich dass wir denken, die Tiere seien dazu da, um für uns Nahrung zu produzieren und genau das tun sie eben nicht.

Seit Jahrtausenden werden Bienen wegen ihrer Produkte wie Wachs und Honig vom Menschen genutzt und gehalten.

Dazu sei gesagt, dass es sicher auch solche Imker gibt, die den Bienen ein gutes Zuhause geben und wirklich nur den Honig-Überschuß einsammeln. Aber diese Imker machen damit kein Geld und halten die Tiere nicht des Profits wegen. Und leider ist es für die Bienen auch heutzutage so gut wie unmöglich ohne menschliche Hilfe zu überleben. Die Bienenvölker werden durch die Varroa Milbe erheblich geschwächt und würden ohne die Hilfe des Menschen in wenigen Jahren zu Grunde gehen. Allerdings ist es auch hier wieder die Schuld des Menschen, dass diese Milbe überhaupt in unsere Bienenvölker gelangen konnte.

Ursprünglich waren die Bienen ein Volk, das iimkern der freien Natur gelebt hat, die Wildbienen. Der Honig wird zum Überwintern gebraucht, damit das Bienenvolk im Frühjahr wieder ausschwärmen kann um die Blumen zu bestäuben. Eigentlich ganz einfach, wäre da nicht der Mensch, der irgendwann das "flüssige Gold" entdecke und fortan den Bienen dieses wegnahm. Die Geschichte der modernen Imkerei begann im 19. Jahrhundert mit der Umstellung von der Korbimkerei zur Kastenimkerei mit beweglichen Waben, die sich zur heute weitverbreiteten Magazin-Imkerei entwickelt hat.

Der Honig dient als Nahrungsvorrat der Bienen, von ihm ernährt sich das Volk und er dient als Reserve für den Winter. Die Bienen bekommen nach der Honig-Entnahme Zuckerwasser als Ersatz, dem die Stoffe fehlen, damit das Volk widerstandsfähig bleibt.

Heutzutage ist die Wildbiene fast ausgestorben, da sie durch die ganzen gezüchteten Bienenvölker vertrieben wird. Auch hat sie nicht soviel Widerstandskraft gegen Pestiziede, die ebenfalls am Bienensterben schuld sind.

Massenproduktion

bienenstock

Der Honig wird in vielen Produktionsstätten auf grausame Art und Weise gewonnen. Die Waben werden rücksichtslos mitsamt dem Bienenvolk durch große Maschinen geschoben, wobei die Bienen zerquetscht werden.

Auch werden die Bienen zu bestimmten Pflanzen gekarrt, um so den blütenreinen Honig zu produzieren. Aber auch hier ist eine abwechslungsreiche Ernährung wichtig, vor allem die Pollenvielfalt für den Wintervorrat. Die körpereigene Abwehrkraft der Bienen nimmt also stark ab.

In der industriellen Honigproduktion werden jährlich neue Völker eingesetzt und die alten ausgeräuchert. Die Bienen-Königinnen werden durch engmaschige Gitter am Entkommen gehindert oder es werden ihnen sogar die Flügel gestutzt, so soll das Schwärmen verhindert werden.

In vielen Ländern gibt es riesige „Honigfarmen“, auf denen Hunderte oder gar Tausende Brutkästen nebeneinander stehen, was mit der Massentierhaltung bei anderen Tieren gleichzusetzen ist.

Killerbienen

Die Menschen wurden immer erfinderischer und so fanden sie heraus, dass die afrikanische Honigbiene viel mehr Honig produziert als die europäische Wildbiene. Allerdings handelte es sich hierbei um eine sogenannte Killerbiene, die Tiere und Menschen anfällt und tötet. Das Ziel war es, für das tropische Klima in Brasilien eine geeignete Honigbiene zu züchten und die Honigproduktion zu steigern.

1956 bereist Warwick Estevam Kerr im Auftrag der Regierung den Süden Afrikas und wählte Königinnen der produktivsten Völker aus. Die Bienen waren agressiv und so wollte er die Angriffslust durch Kreuzung mit europäischen Bienen herauszüchten. Das Experiment ging schief und so breiteten sich die Killerbienen von Brasilien aus bis Südmexiko und versetzen dort Mensch und Tier in Angst und Schrecken.

Die ist nur ein Beispiel warum die Gier nach Honig gefährliche Auswirkungen hat für Mensch, Tier und die Natur!

Honig-Alternativen

Heutzutage gibt es soviele Alternativen zum Honig, so dass wir den Bienen nichts mehr weggnehmen müssen!

Bei uns findet ihr Honig-Alternativen in vielen Sorten und Geschmacksrichtungen und dazu auch gleich noch Met-Alternativen, so dass ihr auch auf den leckeren Honigwein oder sogar Honig-Likör nicht verzichten müsst.

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Hier findet ihr noch weitere Links und Videos, kennt ihr auch noch gute Informationsquellen? Dann immer raus damit, schreibt sie in die Kommentare! :)

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